Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.

Seite trotzdem ansehen

Gewaltprävention

2. März 2026 – Gewalt ist ein Thema, das uns leider immer wieder beschäftigt – ob diese nun rund um Fussballspiele oder zu Hause vorkommt. Es freut mich, dass der Bundesrat meine zwei Vorstösse gutheisst, deren Ziel die Gewaltprävention ist. Einerseits soll ein Bericht aufzeigen, welche gesetzlichen Änderungen vorgenommen werden müssten, damit nach Gewaltvorfällen in Stadien so rasche Urteile gefällt werden können, wie das jüngst in Grossbritannien nach dem Fussballspiel Aston Villa – YB der Fall war.   

Am Donnerstag, 27. November 2025 kam es beim Spiel in Birmingham zu einem Gewaltausbruch der mitgereisten YB-Kurve. Insgesamt acht Personen wurden festgenommen. Eine Person wurde bereits am Samstag, 29. November zu einer Busse und zwei Monaten Haft verurteilt.

Das britische Verfahren scheint dabei äusserst schnell und effizient zu sein. Folgen die Strafen unmittelbar auf die Tat, hat dies auch abschreckende Wirkung. Der Bundesrat will nun abklären, warum dies in der Schweiz nicht möglich ist, bzw. welche gesetzlichen Änderungen erforderlich wären, um eine Beschleunigung zu erwirken. 

Anderseits ist der Bundesrat auch bereit, ein nationales Tätermonitoring im Bereich der häuslichen Gewalt aufzubauen. Risikofaktoren sollen so frühzeitig erkannt und Rückfälle verhindert werden, zum Schutz von Frauen und Kindern. Wenn wir es schaffen, Gewalt möglichst zu verhindern, erleben viele Menschen nicht nur weniger Leid. Darüber hinaus sind die Gesundheitskosten tiefer, unser Justizsystem wird weniger belastet und auch die Polizeiarbeit wird reduziert. Ich hoffe, dass dies auch das Ständeratsplenum so sieht.

Dieser Artikel ist am 2. März 2026 in der Luzerner Zeitung erschienen.